Sonntag, 16. Juli 2017

(D/M)eine Sache mit der eigenen Eitelkeit

Auf SLInfo gab es eine Diskussion zum Thema “Welche Avatare werden angequatscht?”, nach dem ich mir ein paar Seiten durchgelesen und mir Gedanken gemacht hab, kam ich zu folgendem Entschluss welchen ich auch hier gerne mit euch teilen möchte:

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land."
Quelle: Streng Vertraulich

Aber mal im Ernst, das größte Problem steckt immer hinter unserem eigenen Avatar. Je mehr Erfahrung man gesammelt hat und vor allem Zeit ins Aussehen, sowie Profil des eigenen Avatars steckt, desto eitler wird man.

  • Ich finde mich hübsch und attraktiv, also los, blick mich an?
  • Ich bin schlau und redegewandt, och menno, sprich mich endlich an?
  • Ich bin so verrucht und geil, warum geht der Typ nicht nicht endlich steil?


Ganz einfach, weil wir uns viel zu sehr was auf uns selber einbilden.
Ihr könnt mir dabei gerne widersprechen, aber ob Fauna oder Flora, wir werden immer eingebildeter und fordernder, je mehr Zeit wir in uns selbst investieren.

Kommt man in einem Raum, in welchem alle das gleiche erwarten
(nämlich: "Angesprochen zu werden"), kann man genau dies nicht mehr erwarten. Darum ist es an den meisten Orten auch so still, es fliegen gar nicht mal so viele IMs zwischen den Besuchern an Flirt und Adult Orten um her.

Das einzige was dagegen hilft, ist Eigeninitiative. Sich selbst überwinden und andere anzusprechen, seine eigenen Vorurteile herunter zu schlucken.

Ja selbst hier in Thread trifft dies auf die Meisten zu...
*sieht sich vorwurfsvoll um und blickt Einen nach der Anderen und dummerweise auch ein Spiegelbild von sich selbst vorwurfsvoll an*
...aber...*hüstelt und weg sieht* ...ich will aus Respekt und Anerkennung hier über niemanden urteilen. *hüstelt sich heraus windend*

Nein Spaß, ich steh dazu. Ich bin hin und wieder eitel, arrogant, stur, zickig und eingebildet. Eigenschaften die ich an mir selber nicht mag und auch nie komplett in der Lage sein werde abzulegen. Aber ich weiß das ist nur eine Seite der Medaille ist und mich meine Freunde hier vor allem wegen der anderen Seite schätzen.

Und genau mit dieser klein/großen Weisheit, ist man auch so gleich wieder motiviert und versucht, beim nächsten eigenen Vorurteil gegenüber jemand anderem über den eigenen Schatten zu springen und herüber zu winken. *zwinkert und winkt leicht*

Montag, 3. Oktober 2016

10 Jahre ist es nun her...

10 Jahre ist es nun her, das sich ein 20 jähriges realitätstrotzendes Geschöpf in den Kopf gesetzt hatte, Teil dieser recht komisch anwirkenden virtuellen Welt zu werden. Auch würde die Geschichte eigentlich bereits einen Tag früher beginnen, allerdings brauchte es bis 2 Uhr früh, bis man sich mal mit einen der vorgeschlagenen Nachnamen schlussendlich anfreunden konnte.

Viel ist an diesem Abend dann aber auch nicht mehr passiert, die ersten Schritte, der erste K(r)ampf mit der Kamera und ein nachplappernder Papagei versuchten uns noch vor dem ins Bett gehen, unserem neuen zweiten Leben näher zu bringen.

Erst zum späten Vormittag wagte man sich wieder in die zweite Welt und machte sich auf der komplexen Steuerung her werden zu wollen. Doch was so einfach klingen mag, stellte sich später dann doch als gar nicht so einfach heraus, vor allem je weiter man vordrang. Kaum hatte man geglaubt die eine Sache halbwegs verstanden zu haben, wurde man schon mit einem anderen ganz eigenen Thema wieder (über-)fordert. Hätte es damals nicht die Mentoren gegeben, würde ich bezweifeln das es heute noch so viele in SecondLife geben würde.

Nun 10 Jahre später bin ich erstaunt, welchen Einfluss die zweite Welt letztendlich auf mich nehmen konnte. Was am Anfang eher wie ein Spiel und eine bessere Möglichkeit dem eigenen Leben zu entkommen begann, hat sich nach 10 Jahren zu einer sehr intensiven und Lehrreichen Erfahrungen entwickeln für mich entwickeln können.

Sonntag, 22. Februar 2015

Etwas lehren ohne zu belehren?

Rollenspiel ist keine Kunst, geschweige eine Wissenschaft. Allerdings scheinen viele Menschen diese für welche zu halten.

Vor allem in SecondLife musste ich (auch wenn es arrogant klingen mag) öfter mal mehr als zwei Augen zudrücken um mich nicht an irgendwelchen Kleinigkeiten aufzuhängen.

Eines der größten Probleme scheint die Art der Satzformulierung in Verbindung mit Emotes geworden zu sein. Was sich durch regelmäßiges falsch interpretieren leider wie eine Pest in SecondLife immer weiter ausgebreitet hat.

Wodurch neue Rollenspieler(innen) nun leider genau die falsche Art und Weise von ihren erfahrenen Mentoren kopieren und somit vermittelt bekommen.

Eine korrekte grammatikalische Formulierung und Rechtschreibung, ist zwar Wünschenswert, allerdings in der heutigen Zeit keine Pflicht mehr. Verschreibt der Großteil (mich eingeschlossen) ohne Rechtschreibhilfe sich eh mit regelmäßigen Abständen.

Allerdings was da so ohne Punkt und Komma heute als gute Emotes angesehen wird, versetzt mein Glauben an die Menschheit sprichwörtlich in Schockstarre.

Samstag, 19. Juli 2014

Die Gedanken sind frei, ich will sie nicht hören.

Eine große Anzahl von Rollenspieler(innen) in SecondLife leidet leider unter der dummen Angewohnheit, die Gedanken ihres Charakters unbedingt mitteilen zu müssen.

Was im ersten Moment noch wie eine Macke bei Rollenspiel-Anfängern belächelt wird, verbirgt in Wirklichkeit neuerdings eine hinterhältige Art, des Rollenspiel-Diktats, um die Geschehnisse und Situationen bei Möglichkeit zum eigenen Gunsten zu gestalten.

Dies lässt dem eigenen Charakter allerdings kaum eigene Interpretationsmöglichkeiten zu und wirkt bereits wie eine Art Diktat, was anscheinend bei immer mehr Personen mit längerer Spielzeit immer besser verpackt zu werden scheint.

Ist es eine Art der unterbewussten Manipulation? Ist sie von den ausführenden Rollenspielern so gewollt? Ich weiß es nicht und möchte auch niemanden vor dem Kopf stoßen.

Allerdings hat sich der Trend eindeutig in diese Richtung entwickelt, weshalb ich solche Charaktere (Personen) bereits bewusst meide.

Mit der Zeit und Erfahrung sollten sich solche Macke bei Vielen eigentlich ins gekonnte Umschreiben der eigenen Intentionen in wunderschönen Emotes entwickeln.

So wird aus einem:

Sarah denkt das ihrer neuen Kleidung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und wie unsensibel XY doch eigentlich ist.
…mit Erfahrung ein:
Sarah grummelt und verschränkt eingeschnappt die Arme vor die Brust, was falten in ihr neue Oberteil wirft. Ihren Blick hat sich eindeutig von ihm abgewandt und scheint sichtlich verärgert ihm den Rücken zuzuwenden.

Doch habe ich auch schon bemerkt das sich andere wie in die bereits angedeutete manipulierenden Richtung entwickeln und so zwar ihre Emotes besser werden, aber das eigentliche Ziel immer noch dem wie bei den Anfängen gleicht.

Und wehe dem, dein Charakter weiß solche Emotes zu ignorieren. Dann bist du schnell außen vor, was das RP mit ihnen anbelangt.
Irgendwie schon eine traurige Entwicklung.

Samstag, 21. Juni 2014

SecondLife und das Rollenspiel

Es gibt wohl kaum eine bessere Plattform als SL um zu einem Rollenspiel die passende Umgebung samt Spielmechanik zu realisieren. Der Fantasie und Ideen sind dank der Möglichkeit eigenen Inhalt zu kreieren, fast keine Grenzen auferlegt. Somit wäre SecondLife eigentlich die beste Plattform um jedwede Art von Rollenspiel zu betreiben, doch gerade in Verbindung mit SecondLife hat das RP so seine Kehrseite.

Der größte Teil der Rollenspieler in SecondLife sind oder waren zuvor keine Rollenspieler und kennen von daher nicht die verschiedenen Regeln, Feinheiten und Grundlagen. Es sind zum größten Teil Chatter, die in die virtuelle Welt fanden und begeistert anfingen sich in ihre zweite Identität einzuleben, wodurch sie mit dem Rollenspiel nun eine weitere Möglichkeit fanden ihren Interessen und Fantasien nachzugehen und sich selbst weiter auszudrücken.

Dagegen spricht nichts, allerdings interessiert es den Großteil leider nicht, was ein Rollenspiel eigentlich ausmacht, welche Dinge man beachten sollte um vernünftig miteinander spielen zu können. Wodurch, es wohl auf keiner anderen Plattformen zu mehr Konflikten in Verbindung mit Rollenspiel kommt, als in SecondLife.

Aus diesem Grund möchte ich mit einer kleinen Artikelreihe beginnen, in welcher ich regelmäßig auf verschiedene Punkte des Rollenspiels eingehen werde und erzählen möchte was hier besonders schief läuft oder auch mich einfach nur stört.

Von daher wird die Artikelreihe selbstverständlich viele Subjektive Eindrücke enthalten und sich auch mit Dingen beschäftigen die für gutes Rollenspiel zwar förderlich, aber dennoch nicht zwingend erforderlich wären.

Ich wünsche von daher im voraus, allen die diesen Beitrag finden viel Spaß und freue mich selbstverständlich über eure Meinungen und Gedanken zu den verschiedenen Themen.

Sonntag, 10. Februar 2013

Kunstkonferenz, Versteigerungen und der ganz normale Clubwahnsinn

Eine aufregende Woche neigt sich ihrem Ende zu und heißt mich zurück in SecondLife willkommen. Die Highlights für mich waren diese Woche meine Parzellen Nachbarin welche ebenfalls erst vor kurzem wieder zurück nach SecondLife kam und mich gleich freundlich willkommen hieß.
Angefangen hat die Woche mit einem Besuch bei der Kulturkonferenz welche für Organisatoren, Künstler, Autoren und Kreative aller Art einmal jährlich angeboten wird.
Dort konnten alle ihre eigene Projekte, Pläne und Ausstellungen vorstellen und gegenseitig darüber austauschen. Ebenso wurden einige Aktionstage besprochen und am Ende sogar über künstlerische Anschläge philosophiert.
Kein Spaß, ein Thema drehte sich über eine Art Überaschungs-Vorlesung, welche aber neben der eigentlichen Idee gerade durch dem Charme und Witz der Teilnehmer bei der Konferenz glänzte.
Letzten Endes hat mich die Konferenz dazu verführt mir ein paar Ausstellungen, sowie eine Vernissage anzuschauen und ich muss zugeben das mich dies ziemlich schnell in seinen Bann gerissen hatte, weshalb ich in Zukunft weitere solcher SL Veranstaltungen besuchen möchte.
Gerade die Vernissage von Sina Souza konnte mein Interesse dafür besonders begeistern. Verbargen sich doch hinter bzw. in den Bildern mehr als man im ersten Blick erwartet hatte.
Da aber das Besuchen von Ausstellungen ziemlich langweilig werden kann. (vor allem wenn man niemanden kennt der/die sich dafür interessiert) entschied ich mich auch den Clubs wieder eine Chance zu geben.
So landete ich nach ein paar geschmacklichen Finten letztendlich am Mittwoch Abend auf Dream Beach Island und lernte dort Sora kennen. Welche mit ungewöhnlich ruhiger Musik und ihrer abgedrehten liebenswerten Art selbst mich zu dem Abend zum dahinschwelgen brachten.
Die Tage darauf kam ich selbstverständlich öfters mit aber muss gestehen nicht jede Musikrichtung ist was für mein Geschmack.
Ebenfalls empfand ich die Clubaktivitäten ziemlich langweilig, wirkten doch die meisten der Besucher ziemlich abwesend oder glänzten mit einer Chat-Sprache bei der selbst ich mir wie eine Kryptologin vor einem Problem vorkam.
Abschließend führte mich Barths Artikel über dessen schockierenden Vorstellungen im Kopf zu Wackelpuddings mit Penissen zu einer Versteigerungsveranstaltung auf Black Heaven.
Die Veranstaltung an sich war ziemlich gut besucht und entsprechend war die Atmosphäre auch ziemlich lustig.
An sich war die Veranstaltung schon ziemlich interessant und es hat mich köstlich amüsiert als für dem Geschichtenerzähler etwa 19000 Linden geboten wurden, während die meisten anderen eher für 600-2000 Linden weggingen.
Bei den meisten Auktionen habe ich mich letztendlich aber herausgehalten. Zwar hab ich auf einen Hund, einen ganzbaf und noch einem gut aussehenden Gentleman geboten, wurde letztendlich aber doch immer überboten wenn ich es doch gewagt hatte zu bieten. Aber seien wir ehrlich, so kurz wie ich da bin hätte ich denen wohl auch kaum viel Unterhaltung bieten können.
Es gab natürlich auch weitere Personen die meine Aufmerksamkeit weckten da diese über Rollenspiel und somit (für mich wichtig) Emote-Erfahrungen verfügten. Aber das waren leider meist nur Subs (m/w) die eher eine Mistress als eine nette Ausgehbegleitung suchten. Da wollte ich mich nicht zwischen drängen und ihnen den Spaß nicht verderben.
Und genau darum geht es bei so einer Veranstaltung. Der oder die Versteigerte hofft insgeheim zu der Art Unterhaltung zu kommen, für die er/sie sich anbietet. Ich hoffe zumindest das die Gewinner diesen das letztendlich auch bieten werden und nicht nur zur Prahlerei viel ersteigert haben.
Mir hat der Abend aber auch ohne Begleitung oder ähnliches viel Spaß bereitet. Man erlebt solche Sprüche nicht jeden Tag, außer es fehlt an Geschmack und man verkommt in Gor.

Montag, 3. September 2012

Zeit und Raumsprünge
Wenn ein Security Orb Amok läuft

Vorab, ich mag keine Security Orbs. Sie haben Zugriff auf eine viel zu mächtige Funktion, welche durch den oftmals zu einfachen Gebrauch dieser (durch ihre Entwickler/Hersteller) in Security Orbs zu einem wirklichen Problem werden können. Dabei verstehe ich nicht wirklich den Sinn hinter diesen Dingern, Privatsphäre bieten sie kaum und es gibt immer Möglichkeiten alles zu erreichen und zu sehen, auch ohne auf dessen Radar zu erscheinen.

Mich hat heute der “SWA Security Orb v7” von einer Nachbarin wortwörtlich in den Wahnsinn getrieben.

Als ich nämlich Online kam wurde ich am laufenden Band immer wieder nach Hause teleportiert, da mich der Orb von der Parzelle seiner Eigentümerin schmeißen wollte. Sicher er war laut Eigentümerin auf 50m gestellt. Aber mich hat er bei einer Distanz von 3000 Metern (Höhe) und am anderen Eck der Sim, sim-weit keine Ruhe mehr gegönnt.

Ganze 74 mal wurde ich jede 10 Sekunden nach Hause teleportiert.

Das ist nicht so lustig, wenn man selbst auf der gleichen Sim wohnt und entsprechend dort den Heimpunkt hat was selbstverständlich dann zu einer Teleportationsschleife führt.

Zum Glück konnte das Problem gelöst werden, als Angel endlich die Skripte auf der Sim deaktivierte und ich dank Firestorm (durch die Umgebungssuche) dem Ding schnell auf die Spur kam und sie ihn dann zurücksendete.

Ich hoffe so was passiert mir nie wieder, das war ein Alptraum.